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Sexualität oder die Sache mit dem Storch

Wie und vor allem wann?

Verhütung

Aids und Geschlechtskrankheiten

Missbrauch

Ansprechpartner und Informationen

Sexualität oder die Sache mit dem Storch

Die eigenen Kinder aufklären oder mit ihnen über Sexualität zu sprechen, fällt vielen Eltern nicht gerade leicht. Auch den Kindern bzw. Jugendlichen ist es oft peinlich und/oder sie glauben schon alles zu wissen. Trotz der eigenen Schwierigkeiten das Thema auf zu greifen, ist es wichtig Kindern einen natürlichen und selbstbewussten Umgang mit ihrem eigenen Körper zu vermitteln. Dazu gehört eine umfassende Aufklärung und offene Gespräche über Körper, Sexualität, Beziehung und alles was dazu gehört. Das eigene elterliche Verhalten spielt als Vorbild für die Kinder eine erhebliche Rolle.

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Wie und vor allem wann?

Bereits Kleinkinder haben ihre eigene Sexualität. Deshalb sollte die Aufklärung bereits im Vorschulalter beginnen und bis zur Pubertät fortlaufend erfolgen. Die altersgemäße Behandlung des Themas ist dabei natürlich zu berücksichtigen. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hält eine Fülle an Informationsmaterial bereit, das Ihnen in jeder Alterstufe in Sachen Aufklärung nützlich sein kann.
Falls Sie als Eltern sich mit diesem Thema schwer tun bzw. schwer getan haben, ist der Beginn der Pubertät jedoch der späteste Zeitpunkt, um ein Gespräch mit Ihrem Kind zu suchen. Zu Anfang der Pubertät sammeln die Jugendlichen i. d. R. ihre ersten sexuellen Erfahrungen, d.h. die Gefahr einer ungewollten Schwangerschaft erhöht sich ab diesem Zeitpunkt rapide. Allein aus diesem Aspekt heraus ist ein klärendes Gespräch unerlässlich. Im Laufe dieses Gesprächs sollten Sie mit Ihrem Kind die verschiedenen Formen der Verhütung und die Gefahr von Geschlechtskrankheiten erörtern. Wichtig ist, dass Sie in der Lage sind zu akzeptieren, dass ihr Kind ein Recht auf seine eigene Sexualität hat und dafür nicht zu "unreif" ist. Wenn Ihr Kind das Gefühl hat, von Ihnen in seiner ganzen Persönlichkeit angenommen zu werden, wozu Sexualität nun mal gehört, wird es ihm vielleicht etwas leichter fallen Ihre Ratschläge anzunehmen.

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Verhütung

Es gibt eine ganze Reihe verschiedenster Verhütungsmethoden. Jedoch nicht alle sind besonders gut für Jugendliche geeignet. Empfehlenswert ist der Gebrauch von Kondomen. Richtig angewandt schützen sie nicht nur vor Schwangerschaft und Krankheiten, sondern sind auch fast überall preiswert zu bekommen.
Informationen zu weiteren Verhütungsmöglichkeiten und deren Vor- und Nachteile können Sie auf den genannten Internetseiten nachschlagen.
Vermitteln Sie Ihrem Kind, dass es sich vertrauensvoll an Sie wenden kann, wenn das Thema Verhütungsmittel akut wird. Dies kann dann auch noch mal als Aufhänger für ein Gespräch genutzt werden.

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Aids und Geschlechtskrankheiten

"......trotz zahlreicher AIDS-Kampagnen ist es bei den Jugendlichen noch nicht genug durchgedrungen, ein Kondom zum Schutz vor Aids und anderen Infektionskrankheiten zu verwenden. Mütter sollten sich daher auch nicht scheuen, ihren Töchtern "bei Bedarf" ein Kondom einzupacken und sie über dessen Verwendung aufzuklären, da Knaben erwiesenermaßen in erregter Situation selten bis gar nicht an die Verwendung eines Kondoms denken....." Zitat aus einem Aufsatz von Sigrun Rux. Das eingesteckte und hoffentlich auch benutzte Kondom hat zumindest den Vorteil, dass sie beruhigt sein können, dass Ihre Tochter weder schwanger wird noch sich mit einer Geschlechtskrankheit infiziert. Das ist doch schon was....... Allerdings sollte man immer wieder darauf hin arbeiten, dass auch Jungs in der Verantwortung sind und sich um Verhütung kümmern müssen.

Wenn sie eine persönliche Beratung wünschen können Sie sich an das Gesundheitsamt des Regionalverbandes Saarbrücken wenden. Hier erhalten Eltern, Betroffene und Interessierte fachkundige Auskunft. Weitere Beratungs- und Informationsmöglichkeit bei der
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
Tel: 01805 555444
- die OnlineBeratung der Deutschen Aidshilfe anfragen oder der:
AIDS-Hilfe Saar e.V.
Nauwieser Str. 19
66111 Saarbrücken
Tel: 0681/31112 oder Tel: 0691/19411
Fax: 0681/34252
Mail : info@aidshilfesaar.de

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Missbrauch

Viele Eltern sind verunsichert, wenn von sexuellem Missbrauch bzw. sexueller Gewalt die Rede ist. In den letzten Jahren häuften sich die "Schreckensmeldungen". Oft sind Erwachsene völlig überfordert, wenn sich eine solche Tat in ihrem Umfeld ereignet bzw. ein Tatverdacht in ihrem familiären Beziehungsgefüge auftritt.
Um Ihre Kinder vor sexuellem Missbrauch zu schützen, ist eine alters- und sachgerechte Aufklärung über Körper und Sexualität sehr wichtig. Außerdem sollten Sie Ihrem Kind deutlich machen, dass es Menschen gibt, die schlimme, blöde, böse Dinge mit Kindern tun. Diese Menschen versuchen Kinder zu erpressen oder sie zur Geheimhaltung zu zwingen. Erklären Sie mit Ihrem Kind, dass es sich, egal was passiert, immer jemandem anvertrauen soll und um Hilfe bitten kann. Es braucht keine Angst davor zu haben, bestraft zu werden oder dass ihm nicht geglaubt wird.

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Ansprechpartner und Informationen

Die wichtigsten Informationen, nützliche Tipps und Adressen von Beratungsstellen finden Sie hier.
Persönliche Gespräche können Sie mit den zuständigen Bezirkssozialarbeit/innen unseres Jugendamtes vereinbaren.
oder natürlich mit den Mitarbeiter/innen der Beratungsstellen.

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