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Seit dem 1. April 2003 gilt das neue Jugendschutzgesetz (JuSchG) und der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV). Das Jugendschutzgesetz (JuSchG) hat die Aufgabe Kinder und Jugendliche vor Gefährdungen in der Öffentlichkeit zu schützen. Es wendet sich daher nicht unmittelbar an Kinder- und Jugendliche sondern vielmehr an die Erwachsenenwelt. Insbesondere Veranstalter und Gewerbetreibende (Kino-, Videotheken-, Kneipen- und Diskothekenbetreiber, Einzelhändler etc.) müssen durch die Einhaltung der Regelungen des Jugendschutzgesetzes einen nicht unwesentlichen Beitrag zur Reduzierung von Jugendgefährdungen leisten. Der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) soll Kinder und Jugendliche vor Angeboten in elektronischen Informations- und Kommunikationsmedien (z.B. Rundfunk, Fernsehen, Internet ) schützen, die ihre Entwicklung gefährden oder beeinträchtigen können. Zum tabellarischen Überblick über die Regelungen des Jugendschutzgesetzes kommen sie hier. Allerdings müssen sie als Eltern oder Erziehungsberechtigte ihren heranwachsenden Töchtern und Söhnen nicht alles, was nach dem Gesetz erlaubt ist, auch gewähren. Letztendlich kennen Sie Ihre Kinder am besten. Deshalb entscheiden sie, wie und wo sie Grenzen ziehen und welche Freiräume sie ihren Kindern lassen. Hier ein kurzer Überblick zu einzelnen Begriffen und Regelungen des JuSchgs:

Erziehungsbeauftragte Person: Erziehungsbeauftragt ist jede Person über 18 Jahre, die von ihnen als Eltern zur Wahrnehmung von Erziehungsaufgaben, z.B. die Begleitung eines Minderjährigen in die Disco, beauftragt wurde.

Öffentlichkeit: Das Jugendschutzgesetz ist in der Öffentlichkeit gültig. Unter Öffentlichkeit versteht man alle Orte, die für jedermann ohne weiteres zugänglich sind.

Gaststätten: Allein, d.h. ohne Begleitung einer erziehungsberechtigten oder erziehungsbeauftragten Person, darf Jugendlichen unter 16 Jahren ein Gaststättenbesuch nur zwischen 5 Uhr morgens und 23 Uhr abends gestattet werden, und auch dann nur, um etwas zu trinken und/oder zu essen.

Alkohol und Tabakwaren: Tabakwaren dürfen an Jugendliche unter 18 Jahren nicht verkauft werden. Ebenso darf ihnen das Rauchen in der Öffentlichkeit nicht gestattet werden. Ab dem 01.01.08 müssen Zigarettenautomaten in der Öffentlichkeit so umgerüstet sein, dass Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren keinen Zugang mehr haben.

Neu: beachten Sie hier die Neuregelung zum Nichtraucherschutz, die ab Januar 2009 im Saarland gilt.

Spielhallen: Zu öffentlichen Spielhallen haben Kinder und Jugendliche keinen Zutritt.

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